Verlauf

Die Muskeldystrophie vom Typ Duchenne zeigt einen charakteristischen Verlauf. Zwischen dem dritten und fünften Lebensjahr fällt bei den betroffenen Kindern eine leichte Muskelschwäche der Beine auf, die zu häufigem Stolpern und Fallen führt. Schon zwischen dem fünften und siebten Lebensjahr benötigen sie Hilfe, um aus dem Sitzen oder Liegen aufzustehen, da der Muskelschwund auch auf die Muskulatur der Schulter und Arme übergreift.
Bis zum zwölften Lebensjahr können Kinder mit Muskeldystrophie ihre Arme oft schon nicht mehr in die Horizontale anheben. Bereits im Alter von etwa 10 bis 12 Jahren sind die meisten Kinder auf den Rollstuhl angewiesen, können sich aber noch eingeschränkt selbstständig versorgen. Meist sind sie ab dem 18. Lebensjahr auf vollständige Pflege angewiesen.
Charakteristisch für Kinder mit Muskeldystrophie vom Typ Duchenne sind die so genannten Gnomen- oder Kugelwaden. Sie entstehen, weil das zugrunde gehende Muskelgewebe durch Fett- und Bindegewebe ersetzt wird.
Letztendlich werden auch die Atemmuskulatur und der Herzmuskel von der Muskeldystrophie befallen. Die Betroffenen sterben daher fast immer an Herzversagen oder Ersticken. Durchschnittlich wird ein Duchenne- Junge ca. 8.800 Tage alt.